 |

|
| Umzüge bedeuten
Veränderungen in vielen Lebensbereichen. Als
Erwachsener kann man sich auf einen derartigen Wandel
vorbereiten und entsprechend damit umgehen. Kinder
hingegen sind auf die Unterstützung der Eltern
angewiesen, bringt es doch für sie den Verlust
der vertrauten Umgebung, den Abschied von Freunden
und insgesamt einen Einschnitt
in ihrem Leben mit sich. Erfahrungsgemäß
sind Kinder neugierig und damit neuen Dingen gegenüber
stets aufgeschlossen. Dessen ungeachtet ist es wichtig,
sie in die Umzugspläne einzubeziehen, die Gründe
zu erklären, ihre Fragen geduldig zu beantworten,
auf Vorschläge einzugehen und so die Angst
vor dem Umzug und den damit verbundenen Neuerungen
zu nehmen. |
Entdeckungstour: Nehmen Sie die Kinder schon vor dem Umzug mit
in die neue Wohnung oder das neue Haus und zeigen
ihnen das neue Kinderzimmer. Erkunden Sie außerdem
gemeinsam die Umgebung – wo befinden sich
Spielplätze, das Schwimmbad, der Kindergarten
oder die Schule?
Abschiedsparty: Egal ob für große oder kleine Kinder
oder Erwachsene: Organisieren Sie eine Mega-Abschiedsparty,
damit sie so schnell keiner vergisst! Schnappschüsse
nicht vergessen und Zettel oder Visitenkarten
mit der neuen Adresse verteilen.
Tipp: Motivieren Sie Ihre Kinder, einige ihrer Spielsachen
auszusortieren und an Hilfsorganisationen abzugeben.
Erklären Sie ihnen, dass es viele Kinder
gibt, die weder Puppen, noch Spielzeugautos oder
Teddybären besitzen. Am Besten auch gleich
die Kinderkleidung spenden, die nicht mehr passt.
Angenehmer Nebeneffekt: das Umzugsvolumen verringert
sich ein wenig.
|
Kleinkinder
Umzüge mit Kleinkindern bis hin zum schulfähigen
Alter sind weitgehend unproblematisch. Solange die
Eltern in der Nähe sind, fühlen sich Kinder
geborgen. Dennoch schadet eine gewisse Vorbereitung
nicht. Lassen sie am Umzugstag ihre Kinder nicht
unbeaufsichtigt. Unter Umständen ist es ratsamer
sie während des Transports von Umzugsgütern
bei Verwandten oder Freunden abzugeben.
So vermeiden Sie unnötigen Stress für
beide Seiten, Kinder und Eltern. |
Spielsachen: Erklären Sie den Kleinen, dass sie ihnen
die Spielsachen nicht wegnehmen, sondern das Einpacken
in Kartons nur vorübergehend ist. Lieblingskuscheltiere
und Kinder überstehen Umzüge am Besten
gemeinsam, sozusagen Arm in Arm.
Hinweis: Umzüge
sind keine idealen Momente, um für das sowieso
ungewohnte Kinderzimmer völlig neue Möbel
zu kaufen. Sonst würden Bezugspunkte, wie das
vertraute Bettchen oder sonstige Möbel fehlen,
die den Kindern Geborgenheit vermitteln. |
Schulkinder
Wann ist der ideale Zeitpunkt für den Schulwechsel
gekommen? Oftmals gibt es gar keine Möglichkeit,
darauf Einfluss zu nehmen, da der Umzugstermin fest
vorgegeben ist. Eingewöhnungsphasen von bis
zu sechs Wochen in der neuen Schule sind nicht ungewöhnlich.
Schließlich müssen die Kinder nicht nur neue
Freundschaften schließen und sich an die Lehrer
gewöhnen, sondern eventuell auch auf andere
Lehrpläne einstellen. |
Offene
Türen: Erlauben Sie Ihren Kindern, ihre
Schulkameraden nach Hause einzuladen. So lernen
auch Sie gleich die neuen Freunde kennen.
Hobbys: Vielleicht
ein guter Zeitpunkt, der Tochter die lang ersehnten
Reitstunden zu erlauben oder den Sohn endlich im
Fußballverein anzumelden.
So sind die Kinder abgelenkt, schließen neue
Bekanntschaften und kommen leichter über die
Trennung von gewohnter Umgebung und alten Freunden
weg. |
Jugendliche
Verständnis für den Umzug und die damit
verbundenen Veränderungen wird bei den „Großen“
nicht selten vorausgesetzt. Tatsächlich verstehen
Jugendliche eher die Gründe, die einen Umzug
erforderlich machen, dennoch kann sie die neue Lebenssituation
ganz schnell überfordern. Insbesondere in der
Pubertät sind Teenager sehr auf ihren Freundeskreis
fixiert und finden eher schwer Anschluss
an eine neue Clique. Hinzu kommen womöglich
Schwierigkeiten in der Schule und Auseinandersetzungen
jeglicher Art sind somit vorprogrammiert. |
Toleranz: Überlassen Sie, soweit wie möglich,
die Gestaltung der Jugendzimmer Ihren Kindern
– auch wenn das nicht unbedingt Ihren eigenen
Geschmack trifft. Wenigstens fühlen sich
die Teenager dann in den eigenen vier Wänden
wohl.
Kommunikation: Telefon, Handy, Computer – heutzutage ist
es kein Problem mit den Freunden in der alten
Heimat in Kontakt zu bleiben. Aber Vorsicht, schnell
steigen die damit verbundenen Kosten ins unermessliche.
In diesem Fall ist Vertrauen gut, etwas Kontrolle
ab und zu aber besser.
Nachhilfe: Wird aufgrund eines Schulwechsels wegen Umzug
Nachhilfeunterricht für Ihre Kinder erforderlich,
kann dieser bis zu einer Höhe von 1.349 Euro
pro Kind geltend gemacht werden (vgl. § 9
Abs. 2 Bundesumzugskostengesetz/BUKG). Bis zur
Hälfte dieses Betrages werden die Ausgaben
voll berücksichtigt, darüber hinaus
nur noch zu drei Viertel.
|
|
 |
|