Auf immer und
ewig? Ein eigenes Haus schränkt
die Mobilität in zweifacher Hinsicht
ein. Urlaub im eigenen Garten statt am Meer
ist nicht unbedingt jedermanns Sache, aber
insbesondere in den ersten Jahren nach dem
Hausbau können Sie sich Fernreisen unter
Umständen nicht mehr leisten. Und bietet
sich plötzlich der Traumjob, allerdings
in der Ferne, scheitert der Aufstieg auf der
Karriereleiter womöglich am Ortswechsel,
der mit „Klotz am Bein“, sprich
Haus, nicht ohne weiteres realisiert werden
kann.
Monoton? Lauter neue, sich ähnelnde Häuser
nebeneinander sehen sauber und ordentlich
aus. Jedoch hat eine solche Fertighaussiedlung
bei weitem nicht den Charme einer gewachsenen
Siedlung mit hübschen individuellen Einfamilienhäuschen.
Es fehlen alte Bäume und Sträucher,
zwitschernde Vögel, quietschende Gartentürchen...
Und auch wenn Sie diese sentimentalen Aspekte
außen vor lassen, vorhandene Infrastruktur,
wie asphaltierte Zufahrtsstrassen, Anbindung
an den öffentlichen Personennahverkehr,
Einkaufsmöglichkeiten usw. ist ein Komfort,
den man oftmals erst dann zu schätzen
weiß, wenn er nicht vorhanden ist.
Auf gute Nachbarschaft? Ziehen Sie in eine Neubausiedlung, steht oft
noch nicht fest, wer Ihre zukünftigen
Nachbarn sein werden. Bleibt Ihnen also nur
übrig zu hoffen, dass Sie mit ihnen gut
Kirschen essen können.
Entwurzelt? Entscheiden Sie sich für das eigene Haus,
bringt das gezwungenermaßen einen Ortswechsel
mit sich. Besonders einschneidend ist ein
Umzug von der Stadt aufs Land. Spontane Unternehmungen
erfordern mehr Aufwand, um Freunde und Bekannte
zu treffen, müssen Sie sich ins Auto
setzen, das nächste Kino ist plötzlich
nicht mehr ums Eck und um mit dem Fahrrad
in die Arbeit zu fahren wohnen Sie nun „zu
weit ab vom Schuss“.
Auf alles vorbereitet? Für Mieter ist alles unkomplizierter,
man muss sich nicht um Müllabfuhr, Kabelfernsehen,
Schornsteinfeger, Heizungswartung, Versicherungen
etc. kümmern und die monatliche Belastung
ist klar definiert. In einem Haus kommt immer
wieder irgend etwas dazu. Vom ersten Moment
als Eigenheimbesitzer sollten Sie jeden Monat
eine gewisse Summe als Rücklage für
Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten zurücklegen.
Verkäuflich? Bei finanziellen Engpässen, z.B. bedingt
durch Arbeitslosigkeit, kommt man schnell
in Schwierigkeiten. Als Mieter können
Sie sich durch Umzug in eine kleinere Wohnung
Geld einsparen. Sind Sie gezwungen, Ihr Fertighaus
zu verkaufen, müssen Sie sich auf einen
finanziellen Verlust gefasst machen, denn
erwiesenermaßen ist der Wiederverkaufswert
von Fertighäusern im Vergleich von konventionell
gebauten Häusern niedriger.
Schon gehört? Bedingt einerseits durch die verwendeten Baumaterialien
und durch die offene Bauweise andererseits,
sind Fertighäuser tatsächlich meist
hellhöriger als Massivbauten. Da werden
die lebhaften Kleinen zu regelrechten Nervensägen
und der Haussegen hängt schnell schief.
Oder Sie teilen als Doppelhaushälftenbesitzer
gezwungenermaßen Freud und Leid Ihrer
Nachbarn mit, weil Ihnen keine Fußballübertragung
von nebenan verborgen bleibt.
Guter Halt? Bei der Inneneinrichtung könnten Sie
Probleme mit der Befestigung von Möbelelementen
bekommen. Für Hängeschränke
müssen Spezialdübel verwendet werden
und schwerere Teile müssen sogar direkt
in der Holzständerkonstruktion verankert
werden.
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