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Eine völlig
neue Optik erhalten Küchen durch eine farbliche
Umgestaltung.
Welche Farbe passt zu Ihnen und Ihrer Küche? umzugsratgeber.net
nennt die wichtigsten Grundregeln zur Farbenlehre und
Streichtechniken, mit denen sich schöne Farbeffekte
erzielen lassen.
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Die
richtige Farbe
Farben besitzen Eigenschaften, die das Handeln, Fühlen
und Denken beeinflussen. Bestimmte Farben wirken "kalt",
andere dagegen "warm".
- Warme Farben: Rot, Orange
- Helle, warme Farben: Gelb
- Dunkle, warme Farben: Ocker, Siena, Umbra
- Kalte Farben: Blau, Blaugrün, Türkis
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| Warme Farben erwecken den Eindruck,
die Raumtemperatur sei um einige Grade wärmer als
bei kalten Farbtönen. Die warmen Farben sollten in
Räumen eingesetzt werden, deren Fenster in Richtung
Norden gehen, oder aber in kalten Landstrichen. Sie wirken
außerdem körperlich und seelisch aufmunternd.
Medizinische Untersuchungen ergaben, dass in Räumen
mit gelben, orange und roten Farbtönen Atmung und
Pulsschlag beschleunigt werden. Kalte Farben wirken dagegen
kühlend, erfrischend, entspannend und beruhigend.
Sie sind gut geeignet zum Einsatz in heißen, tropischen
und subtropischen Zonen, in Räumen mit viel Sonneneinstrahlung
und ebenso zur optischen Ausweitung von Räumen. |
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Farben
und Wirkung
Um keine unerwünschten "Nebenwirkungen"
zu erzielen, hier ein Überblick über die wichtigsten
Farben mit ihren Wirkungen:
- Rot ist
die dynamischste und aggressivste Farbe. Rot regt
psychisch und physisch an, fördert körperliche
Arbeit und Bewegung. Zu viel Rot im Raum macht bei
längerem Aufenthalt unruhig, gereizt und es beengt.
- Orange erzeugt eine heitere, gelöste Atmosphäre,
es wirkt stimulierend.
In Nordzimmern, in Räumen mit zu wenig Licht
oder Sonne sehr empfehlenswert.
- Gelb regt
geistig an und fördert das Gespräch. Ideal
in Räumen für junge Menschen, in Diskussions-
und Besprechungsräumen.
- Ocker,
Siena und Umbra wärmen und dämpfen zugleich,
sie wirken beruhigend und ausgleichend. Sie können
fast überall in der Wohnung angewandt werden.
- Blau wirkt kühl und sauber. In kleinen, engen und
niedrigen Räumen dient es zur optischen Vergrößerung.
- Türkis erzeugt kühle Distanz. Es bewirkt ein kühles,
aber persönliches Raumklima.
- Grün hat eine beruhigende Wirkung. Es sorgt für Ausgleich,
Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit.
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Schöne
Farbeffekte mit der richtigen Technik
Eintönige graue Wände bekommen ein neues
Gesicht mit ausgewählten Farben und entsprechenden
Gestaltungstechniken. Ob Lichtreflexe durch Schwamm- oder
Tupftechnik, mediterraner Stil durch Wischtechnik, rustikale
Optik durch Wickeltechnik oder dekorative Motive durch
Einsatz von Schablonen – mit ein wenig zeitlichem
Aufwand und handwerklichem Geschick können nicht
nur Küchenwände ganz individuell gestaltet werden.
Schwamm- oder Tupftechnik
Die Porenstruktur der zu verwendenden Naturschwämme,
die Stärke des Drucks beim Auftupfen der Farbe, die
Dichte der aufgetragenen Tupfen und die Auswahl und Anzahl
der Farben schaffen lebendige Flächen mit leuchtenden
Farbpigmenten. Dennoch wirken die Wände aus der Entfernung
betrachtet nicht bunt und damit unruhig, sondern eher
wie farbige Wolken. Ton-in-Ton-Kontraste sind besonders
edel und harmonisch. |
| Erprobt: Drehen Sie den Schwamm immer leicht hin und her, damit
kein monotones Muster entsteht. Trockenränder und
Unregelmäßigkeiten lassen sich vermeiden, wenn
die gesamte Wandfläche mit jeweils einer Farbe ohne
Unterbrechungen bearbeitet wird. |
Wischtechnik
Von der Sonne gebleichte und verwitterte Wände toskanischer
Häuser sind Vorbilder für diese Technik. Die
entsprechende Wirkung entsteht insbesondere bei der Verwendung
von natürlichen erdigen Tönen, oder gedeckten,
aufgehellten Farbtönen, die mit verschiedenen Werkzeugen
aufgetragen werden. Je nach Untergrund eignen sich Pinsel,
Schwämme und Stofflappen oder große Glättspachtel.
So entstehen verwaschene Übergänge von transparenten
und übereinander liegenden Farbschichten oder abgeblätterte
raue und rissige Flächen. Üblicherweise werden
zwei bis drei Farbschichten nacheinander aufgetragen.
Durch Beigabe von Quarzsand in die erste Farbe wird die
Oberfläche zusätzlich strukturiert. |
| Tipp: Besonders
natürliche fließende Farbverläufe entstehen
wenn nass in nass gearbeitet wird, das heisst die einzelnen
Farbschichten vor dem Auftragen der nächsten Schichten
nicht trocknen. |
Wickeltechnik
Bei dieser sehr beliebten Technik entstehen mithilfe von
Wickeln aus Fensterleder, fusselfreien Stoffen (Baumwolle,
Leinen, grobe Jute) oder dünnen Plastikfolien markante
lebendige Strukturen und plastisch wirkende Muster. Je
gröber die Materialien der Wickel, desto rustikaler
und knittriger wird das Ergebnis. Die Farben können
je nach Geschmack Ton in Ton oder kontrastreich gewählt
werden. |
| Praktisch: Im Handel sind fertige Rollen erhältlich, auf denen
Stoffe oder Folien fixiert sind. |
Schablonieren
Bereits seit Jahrhunderten verwenden Maler Schablonen
als Hilfsmittel für sich wiederholende Muster und
Ornamente. Der Handel bietet ein umfangreiches Repertoire
an Fertigmotiven. Damit das Ergebnis perfekt wird, ist
allerdings neben der richtigen Farbkonsistenz das richtige
Auflegen und Andrücken der Schablone, das exakte
Auftragen der Farbe auch ein wenig Geschick und Geduld
erforderlich. |
| Profitipp: Probieren Sie die Technik vorher auf einer Pappe oder
besser noch auf einem Wandstück, das – falls
der erste Versuch nicht optimal gelingt – überstrichen
werden kann. |
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