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Die
schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Ein grundsätzlicher
Anspruch auf Sonderurlaub bei Umzügen besteht
laut Gesetz im Allgemeinen nicht. Jedoch sind Umzüge
mit allem Drumherum wie Vorbereitungen, Umzugsorganisation,
Renovierungen der alten und neuen Wohnung, Behördengänge
usw. kaum am Wochenende oder nach Dienstschluss zu bewältigen. |
| Hinweis: Ansprüche auf Sonderurlaub und die Dauer können
sich aus Betriebsvereinbarungen,
vertraglichen Vereinbarungen oder Tarifverträgen ergeben. Und da sieht es dann meist doch ganz gut
aus. |
| Aber auch wenn die für
Sie gültigen Vorschriften keinen Sonderurlaub
bei Umzügen vorsehen, sollten Sie in jedem
Fall mit Ihrem Chef sprechen, ob er Ihnen aus Kulanzgründen
einen oder sogar zwei freie Tage gewährt. |
| Tipp: Gleich nach zwei freien Tagen für den
Umzug zu fragen, erhöht die Wahrscheinlichkeit,
wenigstens einen Urlaubstag zu bekommen. |
Gute
Argumente überzeugen:
Prämie: Sie haben vor kurzem ein
Projekt erfolgreich abgeschlossen? Zwei Tage Umzugsurlaub
wären eine schöne Anerkennung, statt einer
finanziellen Prämie. Vielleicht sieht Ihr Chef
das ganz genauso.
Fleißarbeit: Wie wäre es mit dem
Angebot, einen Monat lang den Abwaschdienst zu übernehmen,
Kaffee zu kochen, Papierkörbe zu leeren oder
sonstige lästige Arbeiten zu übernehmen?
Kein schlechter Deal, wenn dabei ein paar freie
Tage für den Umzug herauskommen.
Zuverlässigkeit: Sie gehören zu den
Mitarbeitern, die immer da sind, egal ob Kopfschmerzen,
Übelkeit oder Grippe? Und wenn Not am Mann
ist, arbeiten Sie selbstverständlich länger.
Jetzt wäre der richtige Moment, dafür
eine Anerkennung in Form von freien Tagen zu erhalten.
Treue: Lange Betriebszugehörigkeiten sind heutzutage
nicht mehr selbstverständlich. In den vielen
Jahren haben Sie sich nie etwas zu Schulden kommen
lassen und haben noch nie Sonderurlaub beansprucht.
Nicht zu viel verlangt, nun bezüglich zwei
freier Tage für den Umzug anzuklopfen. |
| Empfehlung: Sichern Sie Ihrem Chef
Verschwiegenheit gegenüber den anderen Mitarbeitern
zu. So bedeutet für ihn eine Entscheidung zu
Ihren Gunsten nicht, eine Lawine loszutreten. |
In
der heißen Umzugsphase ist der Kopf voll mit
all den Dingen, die zu erledigen sind. Besser, zwei
Tage nicht am Arbeitsplatz und dann wieder hundertprozentig
im Einsatz, als zwei Wochen mit halber Kraft, weil
die Konzentration fehlt. Das weiß im Prinzip
auch Ihr Vorgesetzter und trotzdem schadet es nicht,
ihn mit ein wenig Fingerspitzengefühl nochmals
dafür zu sensibilisieren.
Verständnis: Erinnern Sie Ihren Chef
an seinen eigenen Umzug, so werben Sie am Besten
für Ihre momentane Situation.
Motivation: Urlaub für den Umzug, das heißt alles
kompakt und schnell erledigen zu können. Klar,
dass man sich anschließend auch in der Arbeit
so richtig ins Zeug legt – noch mehr als sonst. |
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