Umzugsgeld – finanzielle Entlastung von Amt und Arbeitgeber

Beim Umziehen ist die Kostenfrage für die meisten Menschen neben dem zeitlichen Aufwand und der ausführlichen Planung das zentrale Thema. Gerade beim Umzug in die erste eigene Wohnung – etwa wegen der Aufnahme eines Studiums oder wegen des Ausbildungsstarts oder des ersten Arbeitsbeginns in einer anderer Stadt – fehlt es jungen Menschen am nötigen Budget. Die Finanzspritze von den Eltern als Umzugsgeld kommt daher normalerweise gerade recht, damit der Umzug nicht die kompletten Mittel verschlingt. Allgemein jedoch ist mit dem Begriff Umzugsgeld bei der Planung eines Wohnortswechsels aber etwas anderes gemeint.

Wie teuer wäre mein Umzug mit einem Umzugsunternehmen?

Ich ziehe von nach

und möchte Angebote an

Arbeitgeber nach finanzieller Unterstützung fragen

Umzugsgeld-Arbeitgeber-ZuschussVor allem sind damit die unterstützenden Zahlungen gemeint, die Behörden oder Arbeitgeber Arbeitnehmern oder Empfängern von Sozialleistungen zukommen lassen, wenn ein Umzug ins Haus steht. Das Umzugsgeld stellt hierbei eine finanzielle Hilfe dar, wenn etwa Arbeitnehmer gezwungen sind, wegen einer neuen Tätigkeit seinen Wohnsitz zu wechseln. Im normalen beruflichen Umfeld sind die Fälle, in denen der Arbeitgeber Umzugsgeld zahlt, aber eher Ausnahmeerscheinungen.

Meist sind es eher Mitarbeiter auf höheren Hierarchie-Ebenen, die auf derartige Zuschüsse hoffen dürfen. Häufiger besteht die Chance, vorübergehend in eine Firmenwohnung einzuziehen, solange noch keine angemessene Wohnung gefunden wurde. Trotzdem lohnt es sich für Arbeitnehmer, den Arbeitgeber nach Umzugsgeld oder etwaigen anderen Beihilfen zu fragen. Mitunter werden wenigstens die Kosten für die Fahrt zum neuen Wohnort oder die Transportkosten übernommen. So besteht bei manchen Unternehmen also Hoffnung auf eine immerhin teilweise Kostenübernahme, so dass diesbezüglich auch bedingt von Umzugsgeld gesprochen werden kann.

Staat hilft Arbeitnehmern mit Zuschuss beim Umzug

Wer indes im Staatsdienst tätig ist, hat berechtigte Hoffnung auf die Zahlung von Umzugsgeld. Viele Berufsgruppen haben Anspruch auf Leistungen dieser Art. Zum Beispiel können sowohl Zeit- als auch Berufssoldaten einen entsprechenden Antrag stellen. Selbst beim Umzug von Ruheständlern können Ansprüche bestehen. Darüber hinaus sieht die gesetzliche Regelung Umzugsgeld für Beamte und Richter vor – auch hier gilt das Angebot ebenfalls für Personen, die bereits im Ruhestand sind. Kam es aufgrund des Erreichens der bestehenden Altersgrenzen oder einer Dienstunfähigkeit zum Eintreten in den verdienten Ruhestand, bleibt der Anspruch auch hier weiterhin bestehen. Und selbst Hinterbliebenen von Angehörigen der genannten Berufsgruppen kann ein Umzugsgeld zustehen. In welchen Fällen im beruflichen Kontext genau Umzugsgeld gezahlt wird, regelt in Deutschland das BUKG – das so genannte Bundesumzugskostengesetz.

Empfänger von Sozialleistungen können Anspruch auf Beihilfe haben

Umzug Geld Zuschuss AmtArbeitslose oder Arbeitssuchende, die etwa zwecks Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses umziehen müssen, können bei der zuständigen Arbeitsagentur ebenfalls Umzugsgeld beantragen. Ansprüche dieser Art regelt der Gesetzgeber im SGB II – dem Zweiten Sozialgesetzbuch. Das Umzugsgeld wird in diesem Fall als Umzugskostenbeihilfe bezeichnet. Dieses wiederum ist Bestandteil der so genannten Mobilitätshilfen, mit denen der Staat leistungsberechtigten Bürgern bei einem bevorstehenden Umzug über die örtlichen Arbeitsagenturen finanziell unter die Arme greift. Bedingung für den Erhalt des Umzugsgeldes vom Amt ist, dass die Antragsteller mit dem Ziel umziehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen.

Müssen Bezieher der Sozialleistungen also den Wohnort wechseln, um eine neue Stelle anzutreten, werden im Einzelfall Mobilitätshilfen als Förderung gewährt. Für die arbeitslosen oder arbeitssuchenden Umziehenden stellt diese Form des Umzugsgeldes eine besonders große Hilfe dar. Denn bekanntlich sind die finanziellen Möglichkeiten gerade hier knapp bemessen. Wichtig ist jedoch, dass Empfänger von Leistungen wie dem Arbeitslosengeld II zunächst einen offiziellen Antrag für dieses spezielle Umzugsgeld stellen bei der Behörde. Andernfalls nehmen die Umziehenden in Kauf, dass die Umzugskosten über die Mobilitätsbeihilfen eben nicht übernommen und die später gestellten Anträge abgelehnt werden. Ein einfacher Hinweis, dass man umziehen möchte, reicht bei der Behörde nicht aus.

Gründe für die Bewilligung können neben dem neuen Arbeitsplatz auch die Kündigung des bisherigen Mietverhältnisses durch den Vermieter oder der Umzug in eine günstigere Wohnung sein. Ob die Behörden die Umzugskosten anteilig oder komplett übernehmen, sollte also frühzeitig geklärt, bevor der neue Mietvertrag unterzeichnet und ein Umzugswagen bestellt wird. Sonst kann es nicht nur teuer werden. Auch können bisher gewährte Leistungen gekürzt oder gar gestrichen werden.

Generell ist Umzugsgeld von Arbeitgebern und den Behörden eine erhebliche Hilfe für Umziehende. Denn für viele Haushalte ist der Umzug aus der eigenen Tasche nur mit großen Mühen und Belastungen möglich, die noch lange spürbar sind.